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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

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auch dann fordert die Muse von ihm, daß er unSeinen reichen Schatz edel öffne. Er lud Gaste zurUnterhaltan; mir sich, aus sich, über sichein; wie unangenehm tauscht er uns, wenn er unSin seinem Schneckcnhause einen dürftigen Haushalt,eine erkenntnißlose Seele und ein gemeines, alltäg-liches, niedriges Gcmüth zeiget. Unter allen Natio-nen waren daher der wirklich großen lyrischen Dich-ter immer nur wenige; manchen fehlte es daran ganzund gar. Sie sollten, wie der Seidcnwurm, dasGespinnst ihres Gesanges aus sich selbst weben; undhatten nichts in sich. Oder mit der Biene austausend Blumen Honig sammlen, und waren keineBienen. Dergleichen heilige, leichte, geflügelte Ge-schöpfe, wie Plato die Dichter nennet, die gleichden Bienen umhcrfliegcn, und ihre Melodie aus denGarten der Musen sammlen, gab es zu aller Zeitund allenthalben nicht Biele. Wir leben z. B.jetzt in großen Zeiten; die merkwürdigsten Begeben-heiten haben wir erlebt; wie Vieles ist darüber ge-sprochen und geurtheilt worden; und wie Wenigesmöchte seyn, das, als lyrische Verkündigung derStimme der Musen, des Ohrs der Nachwelt werthWare!

Hieraus erklärt sich also einem großen Theilenach, weßhalb die lyrische Poesie so viel von ihremWcrthe verloren, und in der Achtung der Menschentief hinabgesunken ist; sie ward nämlich von vielenschnöde gemißbraucht. Der wiederkommenden gemei-nen Bilder, des Trödels von Gesängen und Gesang-weisen alltäglicher Empfindungen und Gegenständewar und ist man so satt; man hat den Baum so