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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Soll die lyrische Poesie G e si n n u n g e »,Tbaten, Begebenheiten verkündigen: so

seyn es merkwürdige Thaken, große Begebenheiten,oder seltne, liebliche, intcrcssünte Augenblicke; unddie Gesinnungen des Dichters darüber seyn desGottes werth, der ihn begeistert.

Die lyrische Poesie darf sagen, was die Prosenicht sagen darf; sie kann es reiner, andringcndcr,mächtiger sagen, als wenn es in eine Fabel ver-hüllt, oder in Sccnen verkleidet, uns gleichsam nurvon fern zuwinket. Wohlan, sie verwalke ihr

edles Amt; in ihr spricht nicht die Person des Dich-ters , sondern ein Gottbegeistertcr, ein Priester derMuse, also aus ibm die Muse, der Gottselbst.

Warum verkleidet sich so oft und gern der lyri-sche Dichter? Isis nicht dazu, daß er uns zeige,er spreche nicht in seiner Person; einer hoher.»Macht zufolge habe er jetzt über höhere Dinge, ineinem weiteren Gesichtskreis, aus einer tieferen Brustzu reden, als ihm vielleicht sein Stand, seine irdi-sche Lage erlaubte. Diese will er uns vergessen ma-chen , indem er uns Wahrheiten enthüllet, mit de-nen ihn der Gott begeistert Von jeher war dielyrische Poesie heiligen, öffentlichen Dingen; sie warden Göttern, den Regenten und Weisen, der gutenSache der Menschheit, dem Volk und dem Vater-lande geheiligt.

Ddcr spricht der Dichter in eigener Person,öffnet er uns als solcher sein Herz und seine Seele;