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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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133
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Dichtung und Fabel.

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so gezwungen und fremde dünkt, als alten Leserndamals das leichteste griechische Svlbcnmaas in uns-rer Sprache kaum dünken konnte. Damit hat ernicht nur Griechen und Römer uns naher gebracht,daß wir ihre lyrische Kunst natürlicher anschn, rich-tiger schätzen, anmuthiger und würdiger gebrauchenkönnen; sondern, was ungleich mehr sagt, Er hatuns in diesen Gedanken- und Empfindungswcisender Alten für unsre eigensten und reinstcnEmpfindungen gleichsam eine neue Sprache ge-schaffen, und damit dem innigsten Gcmüth eineBildung, der Seele eine Sclbsterkcnntniß, demHerzen einen Ausdruck, der Sprache eine Zartheit,Fülle und Wohlklang verliehen, von der man vorihm nicht träumte. Großer, lieblicher Dichter, duSprecher der eigensten Empfindungen unsrer Seele,du kannst dein Haupt einst fröhlich neigen; in dei-nen Gesängen bist du ein Schwan worden, dessenStimme nur mit den letzten Tönen unsrer Spracheverklinget.

IV.

Soll die lyrische Poesie Empfindungensingen, welche Empfindungen sind des höchsten Ner-zes ihrer Kunst , des ganzen Wohllauts ihrer SpracheWerth? Nur ein Unedler wird diese an gemeine,niedrige Begierden, die selbst der Prose unwerthsind, verschwenden.