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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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130
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I. Ueber Bild,

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solche Bezeichnung lebendiger Bilder undGesinnungen, im reinsten Umriß, imschönsten Wohllaut werden; so sind WorteGesang, wenn sie glcich nicht gesungen wurden;gnug, daß eine Musik der Empfindungen,der Bilder, der Sprache ihr Körper undGeist ist. Was componirt die Musik nicht i Siekann ein Zeitungsblatt componiren. Und wie siedieß thun kann, so kann ohne ihre Beihülfe aucheine Rede Musik sepn; ja sie muß dieß vorherund durch sich selbst seyn, damit sie ihrerBeihülfc werth werde.

Hieraus erklären sich die Bilder, mit denenman die lyrische Poesie oft bezeichnt. Man nennetsie einen Strom, der unvermuthct aus einerlebendigen Quelle entsprang, jetzt als ein Bach da-herschlcicht, jetzt brauset, als Wasserfall stürzt,bald wieder still in Usern fließet, und endlich sichin's Meer ergießt oder verlieret ein treffendesBild für die Gattung der Oden, die als Strömeder Empfindung auf mancherlei Art ihren Laufnehmen. Oder man verglich sie mit einem Fluge,da die Muse sich aufschwingt und niederlaßt, sichzu verirren scheint, und nie sich vcrirrct, zuletztentweder zum Orr ihres Aufschwunges zurückkchrt,oder in den Wolken verschwindet ein schönesBild für die Gattung der Oden, die enthusiastischeGemählde der Phantasie sind. Wie man siesonst benenne und erkläre: die lyrische Poesie istder vollendete Ausdruck einer Em-pfindung, o d er An sc ha u u n g i m h o c h-,,sten Wohlklange der Sprache."