Dichtung und Fabel.
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in den Gegenständen selbst, sondern auch im Ver-hältniß der Glieder, in welchem ihm diesezugeführt werden; es liebt einen Zug der Worte,ein immer wachsendes Vergnügen, beiwelchem es zuletzt eine stolze Befriedigung er-wartet. Denn nicht» ist zarter, ja ekler und gebie-terischer, als das hörende Ohr; zubald wird cs ver-scheucht , zubald ermüdet. Die Zunge also mit allenWerkzeugen, die ihr zu Gebote stehn, hat allenFleiß nöthig, ihre Either und Tuba so anzustim-men, daß diese wählende Hörerin nicht nur nicht belei-digt, sondern auch in wachsend-höherem, bis znmhöchsten Grad befriedigt werde. Wer stehet nicht,daß auch ohne Gesang und Either in diesem Allemder Saame der lyrischen Poesie, als einer höch-sten Blükhe der inenschlichen Spratheliege?
Denn was kann der Gesang zu diesem AllenHinzuthun? Nichts, als daß er die Töne erhebeund daurend mache, daß er sie klar und schönin harmonischen Intervallen dem Ohr zuZahle.Hierin muß auch Er dem Gange der Empfindungen, sowie den Gesetzen der Sprache folgen; Er declamirtNur höher, bestimmter, pathetischer, rührender»Was ist Gesang? als Ausdruck der Empfindung,sowohl des Leides als der Freude; Sprache der Be-geisterung, die belebende Gegenstände verkündigt;Erhebung unsrer Stimme zum angenehmsten, zumkräftigsten Tonausdruck der Worte. Kann also durchde» Gesang auch ohne Instrumente die Sprache einsolcher Ausdruck der Empfindungen, eine
Herders W.Lit.u.Kunst. XIH. I
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