I. Ueber Bild,
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und Römer! wie anders die neueren Völker, undauch diese wie verschieden gegen einander! Da isteine Sprache, die der Phantasie folgen darf, gewißbiegsamer und lyrischer, als eine andre, die sich inden Fesseln der Logik windet. Jene darf die Ge-genstände auch im Bilde folgen lassen, wie derSinn sie ihr darbcut; sie kann eine kleine Verän-derung in der Folge des Bildes blos durch Stellungder Worte mühelos bemerken. Und wenn sie, anwesentlichen Bezeichnungen reich, ihre» Bildern todteFlickworte nicht zwischenschieben darf: wie fester wirddann ihr Gang! wie gchaltner der Flug der Muke!Jbre Gemahlde werden ein Tanz der Worte, weildie Gegenstände dem Auge und Ohr der Nationursprünglich also erschienen, und ihrer Sprache dieschwebende Spur ihres Ganges eindrück-ten; da andre Mundarten wie Fels und Blei amBodcn haften.
3. Die Sprachorgane deS Menschen end-lich sind, wie die Zergliederung zeigt, ihrem Bauenach, selbst Lyra und Flöte. Sie fordern Ab-wechselung; der Athcm der Stimme will Absätze,Ruhe, Erholung. Natürlicher Weise sucht also dieRcde einen Umfang (xerioclum) , und dieser willAbsätze (cola), Strophen. Eben so natürlicherwartet das Obr schöne Abfälle und En-dungen; cs liebct eine sanfte Auflösung, undzu gewissen Zeiten ein Wiederkommen derTöne, die es gleichsam als alte Freunde aufnimmt,und als Lieblinge beherberget. Bei dieser Einheitaber begehrt es zugleich Veränderung, nicht nur
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