langt damit endlich zu einer allgemeinen Charak-ter i st i k d e r Schöpfung. Da dicß alles nun
3. Gemäß der Natur seiner S e e l en kr a ftc,vorzüglich feiner Phantasie und Empfind-barkeit/ zugleich aber auch seinen Sprach-Werkzeugen gemäß geschehen muß; war unshicmit nicht die lyrische Poesie als eine Blülheder menschlichen Sprache gegeben?
Denn
>. Die Sprache, als Laut der Empfin-dung, nimmt von dieser alle Gesetze an, die sieihr gütig oder bnrl auflegt. Sie seufzet und ächzt;sie frohlocket und jauchzet. Wie einst IntetjectioncNzu Worten wurde» ; so formen sich die Worte nachdem ActeNt, dem Rhythmus, dem Intervall derEmpfindung. Dieses Wort, steigt; jenes sinktt.Dieß tritt in mehreren starke» Sylben einher; jenesverand.rt die Töne. Allem aber drücket der Cha-rakter der Nation/ ihr Klima, die Gegend, auswelcher sie kam, die Lebensart, zu der sic sich ge-wöhnte, die Stufe der Eulrur, auf welcher sie steht,endlich das mächtige Gesetz des Gebrauchs und derMode sei» herrschendes Siegel auf.
Nach solchem Allem bekommt Eine Sprachtklingende, die A n dre dumpfe Worte. Jene zeich-net sich durch stolze Pracht , diese durch flüchtigeLeichtigkeit, eine dritte durch weiche Fülle, eine viertegar zischend aus; und allenthalben kommt's vck-züglich auf den Ton att, in welchem man spricht,