124
I. Ucbcr Bild,
Thomsons, Kleists, KlopstockS Melodiecnin ihm erwachten, und ihre Naturpsalmcn diescinigen wurden. Auch unser Dichter hat an mehrals einem Ort das prächtige und leise Lied derSchöpfung fein belauscht, mächtig verkündigt. Aufdem Schiff seiner Urania wetteiferter mit Klop-ft ocks unsterblichem Gesang, die Gestirne; vonallen Sonnen, von allen Welten höret er das Eonccrtder Schöpfung. *)
II.
Wir betrachteten jetzt Materialien der lyri-schen Dichtkunst, die uns die Sinne zuführen; las-set uns dem inncrn Subject naher treten, dasdiese Gcrathschaften annimmt und gebrauchet.
Allem, was lebt, gab die, Natur mehr oderminder Stimme. Und wer hat hier nicht dasangenehme Wunder der Schöpfung bemerkt, durchwelches sich über Meer und Erde ein feineres Lust-mccr erhob, das unzahlbare Stimmen laut-bar machte? War cs eine Muse, die den stummenFisch in den Wellen zum singenden Gesicder der Lüsteerhob, wie Horaz von seiner Muse rühmet?Floßfedern wurden zu Flügeln; ein heiseres Fisch-
S. Seite stg. 60. und an mehreren Orten.