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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Uebcr Bild,

helfen. Eine Folge von Anscha u u n g e n wirdihrer Natur nach Modulation: vcnn die Ein-

drücke wechseln, sic heben, stärken, schwächen einan-der. Eine Modulation von Tönen setzt in je-dem wohlorganisirten Wesen eine Folge von Bewe-gungen, mirhin von A nschauungen voraus,die eben durch jene ihren Gang ankündigtc. Soschöpft die Seele auf einmal aus zwei verschiedenenQuellen; eine doppelte Welt dringt auf sic, dieWelt des Gesichtes und Gehörs. Beide führt siein sich ein, bestimmt den Raum durch die Zeit,die Zeit durch den Raum, durch's Ohr dasAuge, durch's Auge das Ohr, schmelzt die Em-pfindungen beider Sinne in einander, und wird,wenn mir der Ausdruck erlaubt ist, gleichsam dasOhr des Auges, das Auge des Ohrs, die Formaller Forme n.

Man verzeihe diesen metaphysischen Anfang, deruns im Gebiet der Tecpifchore manches Näch-st! lösen wird. Auch in Anschauungen z. B.herrscht eine Musik; daher selbst die bildendenKünste sich den kühnen Namen des Wohllauts,der Eurvthmie nicht unrecht zugeeignct haben.Wenn sic ihre Gegenstände nicht todt darstellen woll-ten , so mußten sic nicht allein Leben, Bewe-gung in dieselbe bringen, sondern selbst in derZusammenordnung ihrer Thcile für eine Folgeglücklicher Augenblicke im Betrachtenden,mithin für eine Art Musik seiner Seele sor-gen. Wiederum konnte sich die Musik mit einerFolge gefälliger Anschauungen vermählen, weilsic Bewegungen der Seele oder des Körpers,inneres und äußeres Leben ausdrückt. Terpsi-