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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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115
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Dichtung und Jabel. riS

Vorahnende Verkünderin.

Wenn einst mein Geist

Vom Erdenstaube sich hebt empor,

Und seiner Fesseln sanft sich windet los;

Zu Hülfe komm' ihm dann, du heil'ger StromVon Tonen andrer Welt,

Umström' ihn ganz, und trag' ihn sanft hinüber.

Des Himmels Gabe bist du uns,

O Tonkunst! bist ein Tropfe

Von jeneiN Hellen melodischen Wollustmeer,

In dem das Weltall wallt-

Ein Meer von Zahl und Maas und Lieb' und Aanz Und

Leben ! —

Der Tropfe floß herniederDem Wandrer zur Erquickung/

Zur Labung ihm - hin in sein Vaterland-

Ein ziehend Sehnen nach deM vollen Strom. — —

Als Adam, als die erste Mutter einstDen ersten Tobten sahn, ach ihren SohN-tlnd den erschiagnsn kalten Leichnam (nunAuf ewig kalt, aus ewig rodt!)

Mir starrer Hand umfaßten-Und ihre Seelen NntergehN,

Versinken wollten iM verstummten Schmerz)

Da wars- da regten Töne sichDes Mitgefühles einer andern Welt;

Der Ewigkeit verschlossenes

Gewölbe brach) Musik erklang auf Erden.

Des Seraphs Laute in der HandSchwebt über ihnen der GestorbeneHn unsichtbarem Glanz. Es sangen leise Tone

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