Dichtung und Jabel. riS
Vorahnende Verkünderin.
Wenn einst mein Geist
Vom Erdenstaube sich hebt empor,
Und seiner Fesseln sanft sich windet los;
Zu Hülfe komm' ihm dann, du heil'ger StromVon Tonen andrer Welt,
Umström' ihn ganz, und trag' ihn sanft hinüber.
Des Himmels Gabe bist du uns,
O Tonkunst! bist ein Tropfe
Von jeneiN Hellen melodischen Wollustmeer,
In dem das Weltall wallt-
Ein Meer von Zahl und Maas und Lieb' und Aanz Und
Leben ! —
Der Tropfe floß herniederDem Wandrer zur Erquickung/
Zur Labung ihm - hin in sein Vaterland-
Ein ziehend Sehnen nach deM vollen Strom. — —
Als Adam, als die erste Mutter einstDen ersten Tobten sahn, ach ihren SohN-tlnd den erschiagnsn kalten Leichnam (nunAuf ewig kalt, aus ewig rodt!)
Mir starrer Hand umfaßten-Und ihre Seelen NntergehN,
Versinken wollten iM verstummten Schmerz)
Da wars- da regten Töne sichDes Mitgefühles einer andern Welt;
Der Ewigkeit verschlossenes
Gewölbe brach) Musik erklang auf Erden.
Des Seraphs Laute in der HandSchwebt über ihnen der GestorbeneHn unsichtbarem Glanz. Es sangen leise Tone
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