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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Urber Bild,

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der Hymnus oder das Lied fordern? Aber Musikmuß diese Melodiken cinführcn; sie müssen zuerst ineinem größeren Gebäude der Tonkunst erscheinen,daß die Gemeine sic, unvermerkt gleichsam undwillig, lerne. Was in der Welt bedeutete sonstder einzelne Vers eines Chorals, den wir jetzt un-fern Kirchenmusiken einstrcuen? Bei der einzelnenStrophe eines Liedes wird ja die Seele nie warm;man spüret, wenn die Strophe aufhöret, eine un-angenehme Leere; und es bleibt bei diesen Zcrthei-lungen Alles ein künstliches Flickwcrk. Nicht alsodie altere Kirche. Ihre Hymnen sind kurz; allemalaber von mehreren Strophen, und zu allen bliebihr das Drc i m a l h e i l i q ein Muster. Da esnun überdcm außer allem und über allen Wider-spruch ist, daß unsre Poesie und Sprache gegen dieSprache unsrer Vorfahren zehnfach ausgcbildeter wor-den; warum wollten wir svrtfahren, nur zwo Sai-ten zu berühren, da wir ein Instrument von zwan-zig, von hundert Saiten in unsrer Hand haben?Sehen wir nicht, daß außer der Kirche die Musikerstaunende Fortschritte gethan hat, daß durch dieseselbst das Ohr des Volks vieltoniger worden ist,und daß wir folglich nicht mehr wie unsre altenVorfahren leyern und singen können, weil wir nichtmehr, wie sie, acccntuiren, sprechen und leben?Eine Reformation des Kirchengesanges dünkt mich«lso ein natürliches Erforderniß der Zeit zu seyn;auf dem angczeigtcn Wege, unter den breiten Flügelnder Kirchenmusik kann sie am leichteste» und ange-messensten erlangt werden. Hier wird sie in allenTheilcn harmonisch gebildet und eingeführet; der Chorder Kirche nimmt sie willig auf.