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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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107
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Dichtung und Fabel, 107

sind Stimmen, die sich hören lassen, und keinePersonen; aber alle Stimmen der Welt, von derStimme Gottes an, bis zum Laut und Seufzerjedes Herzens, jeder reinen menschlichen Empfin-dung. Die Symmetrie zweier Stimmen undEhöre bleibt indessen die Hauptabthejlung, wie bejjedem symmetrischen Gebäude, so auch hier; djeßistder Einsalt gemäß, die sowohl das Herz als die lyri-sche Kunst wünschet.

3 . Daß die Ehöre von Hymnen und-Liedern unterbrochen oder gleichsamausgenommen, besänftigt, oder be-flügelt werden, liegt abermals in der Naturder Sache. Wir sind aber auch hierinn binter deraltern Kirche zurück geblieben. Die lateinische hattenur wenige, kaum neun Hauptsylbenmaaße zuihren Hymnen; diese sind alle populär und sehr faß-lich; und doch sind von ihnen kaum zwei und dreisehr unvollkommen zu uns hinüber gerettet werden.Das prächtige xanZs linAuu Aloriosi, die sappbi-schen und anapastischen sicketru wagen sich nicht inunfern Kirchcngesang, der größtenteils aus den Mci-stcrsängcrzeitcn seine Mclodiccn erhalten. Zn derersten Hälfte dieses Jahrhunderts wollte man diesenmit weicheren, abwechselnden Sylbenmaafien ver-mehren; mststcns aber geschah es so ganz ohne Ge-schmack und Würde, daß sich die neuen polymctri-schen Gesänge zum Glück nicht erhalten haben; da-her die ältern, unter welchen mehrere Vortrefflichesind, immer noch die vorzüglicheren bleiben. Unddoch, wer sollte cs dem Kirchcngesange wehren, alledse. Abwechselung, allen den Flug zu nehmen, dm