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I. Uebcr Bild,
gelangt man zu jener Bewegung und Rührung, diediese Musik erfordert. Die tiefste Demuth, ja ichmochte sagen, Vernichtung und Zerschmelzung vorGort, alte Ermunterungen zu Trost, Hoffnung undFreude, jene Ausbrüche des Glaubens, der Hoff-nung, Frage und Antwort, Zweifel und Zuversicht,Kummer und Trost, Fluch und Segen sind in denreichen Sätzen und Gegensätzen der Eher sprächealten und neuen Testaments zu finden. Einen gro-ßen Theil der biblischen Bücher schlage man aus,wo man will; und es fallen Stellen iii'sAuge, die,wie Stimmen Gottes und der Gemeine,der Dichter nur ausnchmen und anwenden, derTon-künstlcr nur füblen und für das Her; der Menschenacccntuiren darf. Hier ist Vorrath auf ewige Zeiten-
2. Der Chor des heiligen Gesan-ges ist aller Abwechselungen und Ver-änderungen fähig, die irgend nur inder reichen und weiten Sphäre seinesInhalts liegen. Die Sprache der Psalmenund Propheten ist uns auch hier Muster. Mansebe z. B. den 2. 24. 42. g 3 . 46. 5 n. 68. 82. 87.Z 5 . n 3 —ir8. >2r—-129, Psalm; welche Ab-wechselung des lyrischen Gesanges vom leisesten Solobis zum vollcstcn Chor, in allen Stufen und In-versionen , ist in ihnen vcrgezeichnet! und der Ge-brauch derselben, die Anwendung einer jeden Stim-me und Antwort, wie mannigfaltig darf und kannsie seyn nach Inhalt und Zeiten! Hier also ist daslyrische Gebäude in höchster Würde und Vollkom-menheit zu erbauen; hier oder nirgend: denn mjh
Worten und Tönen wirkt die Kunst hier rein. Es