Dichtung und Fabel.
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Gottesdienst beschließen; wie weit sind wir aber da-von weggekommen, daß dicß Alles ein Ganzesauch im sinnlich geistigen Eindruckwerde! Die Musik der Kirche sollte dieß Band scyn:denn sie ist sinnlich und geistig; zwischen ihren Ufernsollte der Strom der Begeisterung und Andacht sanftoder starker fortströmen. Aber die Orgel alleinthut's nicht; Instrumente allein werden's auch nichtbewirken. Die Anordnung des Gottesdienstes selbstim Innern und Aeußern, Sänger, Leser, Predi-ger, die Gemeine, also ihre Erziehung, der Zweckund die Art, wozu und wie sie beisammen ist,müssen dazu beitragen, daß Klopstocks goldenerTraum, die Ehöre, erfüllt werde. *)
Und ehe dieser goldene Traum erfüllet wird,wollen wir wenigstens einige Worte von dem reden,was dem musikalischen Dichter und seinem Ton-künstlcr auch jetzt schon vor der Hand zu liegenscheinet; so bald sie darauf Rücksicht zu nehmengeneigt wären.
i. Die Basis der heiligen Musikist Chor: denn eine Gemeine soll singen, und
wenn zwei oder drei versammlet wären, so machensic mit der ganzen Christenheit auf Erden eine Ge-meine. Arien also, Duette, Terzette u. dgl. sindnie das Hauptwerk einer Musik der Kirche, gesetzt,daß sie auch in die Kirche gehörten. Nur auf demWege des Chors, (im weitesten Verstände genommen,)
) Klopstocks Oden, i. Th. S. oro.