I. Ueber Bild,
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Lieder dichten will, sind diese Bücher zu studircneben so unentbehrlich, als dem Tonkünstlcr, wer erauch seyn mag, die unerreichbaren Muster der alternMusik dar Kirche. Denn, heilige Cacilia, mitwelchen Wunder - und Hcrzenstönen hast du deineLieblinge, einen Leo, Dur ante, Palcstina,Marcello, Pergolese, Händel, Bach11. f. begeistert! In und aus ihnen tönte die hei-lige Musik in vollem, reinen Strome; bis siesich nachher in tausend anmuthige Bäche zerthejsthat.
Ziehen wir aus dem, was bistorisch bemerktworden, einige Folgen: so ergiebt sich vor allem,daß der christliche Kirchengesang vonAnfänge bis zu Ende eines Gottes-dienstes oder Festes ein Ganzes seynmüsse, das vom ersten bis zum letztenTone ein Geist belebet. AuS unfern prote-stantischen Kirchen ist diese Einheit ziemlich ver-schwunden , auf welche es doch in der ersten Kircheso fühlbar und groß angelegt war. Wir fangenfreilich mit einem demuthsvollcn Kyrie an, und un-terbrechen cs zuweilen mit einem Gloria. Ein Al-lein Gott in der Höh scy Ehr! soll dasGemüth erheben; Antiphonieen und Lectioncn werdencingestreuet; ein sanftes Lied, ein gesungener Glaubesollen die Seele zum Gehör göttlicher Worte berei-ten ; der Genuß des Abendmahls endlich soll in derfeierlichsten Rührung mit Gesang und Segen den