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l. Ueber Bild,
dein Saitenspiel; aber siehe auch, wozu du es spie-lest? Und nun, nuine Schwestern, vergleichet euchselbst über bestimmte Fälle und Zwecke, in und zudenen eure Kunst sich äußert.
Die Mahlerei fing an und schilderte die hohenEindrücke, die sie manchmal durch die Darstellungeines Gemahldes gemacht habe. Sie sprach von Bru-tus Gemahlin, die nicht zu Thrancn zu bringen war,bis plötzlich ihr das Bild der Andromachc ins Ge-sicht fiel, und den frischen Damm ihrer Empfindun-gen aufciß. Sie führte cine Reihe anderer Gemähldean, dis plötzliche Bekehrungen, Tröstungen, Er-munterungen bewirkt, und die Seele, wie durchErscheinungen aus einer andern Welt, umgekehrt undumgeschaffen haben.-
Verzeihe, Schwester., sprach die Poesie, undbemerke auch hier, was von diesen Wirkungen ei-gentlich nur dir zugehörct. Das meiste hiervon liegtin den Gegenständen, die du nachahmest , und dukannst nicht läugncn, daß, wenn statt des Gcmahl-des der Andromache oder anderer edlen Gestalten,ihre Gegenwart selbst erschienen wäre, die du oderich nur schwach schildern konnten, die Wirkungenderselben wahrscheinlich noch größer gewesen waren.Denke dir eine erscheinende Mutter Gottes, wie siedie Sterblichen nennen, oder cine Magdalene, injeden idcalischen Reiz gekleidet, den wir beide ihnenschenkten; du wirst zugeben, daß du, wie ich, hierinnur ferne, schwache Nachahmerinnen waren, undwas Wirkung anbctrifft, sey oft ein schlechter, sehrunidealifcher Auftritt der Natur, eben seiner indivi-