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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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duckten Wahrheit und Wirklichkeit wegen, unendlichreicher an grossen und guten Folgen, als die künst-lichste Nachahmung desselben mit Farben je seynwürde. Du hingegen, Musik, sprach sie, bist im-mer Schöpferin, da du kein eigentliches Vorbilddeiner Kunst hast, weder im Himmel noch auf derErde.

Eben deswegen, fuhr die Tonkunst fort, istauch meine Wirkung immer neu, ursprünglich undherrlich. Schöpferin bin ich, und ahme nie nach;ich rufe die Töne hervor, wie die Seele Gedankenhervorruft, wie Jupiter Welten hervorrief, aus demNichts, aus dem Unsichtbaren; und fo dringen sieauch, wie die Zaubersprache aus einer andern Welk,zur Seele, daß diese, ergriffen vom Strom des Ge-sangs sich selbst vergißt, sich selbst verliert. Allehabt ihr von den Wirkungen der Musik in altenund neuen Zeiten gehört, und nie habt ihr gnugdavon gehört. Laßt mich nicht die alten GeschichtenAmphions, Orpheus, Linus, Timotheus, Phemius,u. a. wiederholen; an jedem Fest der heiligen Caciliawerden sic auf der Erde immer Noch besungen undgepriesen.

Aber auch noch erreicht? siel ihr die Poesie indie Rede; und eben das, daß sie jetzt nicht mehrerreicht werden, zeigte es nicht, daß sie auch vorAlters nicht ganz dein, nicht immer das Werk derKunst waren, auf die du es insonderheit in spater»Zeiten, ganz ohne mich, anzulegen vorhast? Damals,half ich dir. Ich unterstützte deine Töne, und du

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