Dichtung und Fabel.
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Wendung auf andere Falle zustehet. Für meinengegenwärtigen Fall aber ist durch die Fabel das
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kongruent gedichtet worden, so daß sich, wie in derGeometrie, die beiden Falle decken, mithin gleichsind.
Aus diesem Hauptbcgriff, den Aristoteles vonder Dichtung giebt, wird sich alles bestätigen, wasich von der Natur der Fabel entwickelt habe. „Nach-ahmung, sagt er, *) ist ein dem Menschen einge-
pflanztek Trieb, der sich von Kindheit auf b.i ibm
zeiget: er unterscheidet sich eben dadurch von andernMieren, daß er nachahmender ist, als sie. Dieersten Begriffe erwirbt er sich durch Nachahmung,und freuet sich, wenn er nachgeahmte Dinge flehet.Ein Zeichen hievon ist das Vergnügen, das wirbei Kunstwerken empfinden. Dinge, deren Anblickuns in der Natur unangenehm ist, sehen wir inder genausten Kunstnachahmung mit Freuden. Dicßzeigt, daß Lernen nicht für Philosophen allein dasSüßeste ist, sondern auch für Andre, obgleich nichtin demselben Maaße. Denn sie freuen sich dcßhalb,wenn sie Bilder anschauen, weil der Anschauendelernt und schließt, was Jedes sey? wie es so seyund nicht anders? Träfe es sich aber, daß er denvorgestellten Gegenstand vorher noch nicht gesehenhatte: so würde seine Freude nicht aus der Nachah-mung desselben, sondern aus der Kunst des Werks,
kostia. a. 4,