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I. Ueber Bild,
als ein theoretisches Werkzeug betrachten; er behan-delt sie also nur als ein Beispiel, und begnügt sichdaher, sic vom eigentlich-historischen Exempel blossofern zu unterscheiden, als mit ihnen beiden ineiner öffentlichen Berathschlagung Beweis geführtwerden sollte. Hier mußte er nothwendig dem histo-rischen Beispiel den Vorzug geben, und zwar nuraus dem Grunde, daß cs zur Berathschlagung brauch-barer se», weil das Zukünftige in Vielem dem Ver-gangenen ahn ich befunden werde, und man dahervorzüglich aus der Geschichte Beispiele brauchen müsse,wo dem Überredenden Beweisgründe fehlen. Vor-sichtig gicbt er also den Rath, daß, wenn man Be-weisgründe habe, man ihnen die Beispiele nichtvorsetzen dürfe, als ob man einen Beweis aus derInduktion führen ivolle; vielmehr müßten sic nurals Zeugnisse den Beweisen folgen. Der Fabelkonnte er in diesem Felde durchaus keinen andernPlatz anweisen, als daß man sie brauche, wo Bei-spiele der Geschichte fehlen, und setzt ihren Vorzugnur dahin, daß, weil man sie erfinden könne, sieuns auch dann nicht verlasse, wenn uns die Ge-schichte verlaßt; ja da sie sich auf den gemeinenGlauben gründet, sie in solchem Fall auch deme-gorisch, d. i. zur Ucbcrrcdung des Volks brauchbarwerde.
So spricht Aristoteles von der Fabel in seinerRhetorik, und ich sehe nicht, wie er von ihr alseinem Rcdncrbeweise anders sprechen konnte; umso sonderbarer ist's aber, daß man entweder ausdieser Stelle das ganze Wesen der Fabel entwickelnzu können glaubte, oder dem Aristoteles Schuld