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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Ucbcr Bild,

anders, als durch sie kurz und anschaulich entschie-den werden konnte. So erscheint auch der Menschin ihnen, bald als ein niedrigeres, bald als einhöheres Wesen gegen die Thiere; immer aber, sei-nem ganzen Habitus nach, als ein bloßes Natur-wesen. Solche Gesetze des ewigen Systems derDinge macht uns die Fabel anschaulich, und ebenin ihnen ist sie am glücklichsten. Alles, was inder Welt willkübrlich ist, es möge zur gesellschaft-lichen oder politischen, zur häuslichen, gelehrten oderartigen Welt gehören, ist nicht für diese Lehrerinreiner Verhältnisse, die fabelnde Naturmuse;sie laßt solches ihrer jüngern Schwester, der Con-vcrsationscrzählung, und lasset's ihr gern.

Wie ich nun wünschte, daß diese reine Natur-fabeln, die uns ihren Erfahrungssatz oder ihre prak-tische Lehre nach einer innem Nothwendigkeit dcrsel-d n anschaulich machen, aus allen Nationen undSprachen gesammlet würden: so bin ich euch, über-zeugt, daß diese Quelle bei weitem noch nicht er-schöpft, dieß Feld bei weitem noch nicht ganz gccrnd-ret sey. Ost sind schöne Erdichtungen schlecht vor-gelragen , oft die schlechtesten Privatvorfälle der Weltauf s zierlichste und schönste erzählet. Für diesenOrt ist's gnug, den reinen Begriff der äsopischenFabel entwickelt zu haben, nach welchem sie

eine Dichtung ist,

die für einen gegebnen Fall des menschlichenLebens

in einem andern congruentcn Falle