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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Uebcr Bild,

gesetzt, *) und fanden sich glücklich, wenn sie dernackten Vertriebnen ein etwaniges Gewand verschaffthatten, in welchem sie unerwartet, oder unerkannterschiene, und desto mehr gefiele. Nur ungeschickteHände warcn's, die sie unter diesem Gewände ganzunkenntlich machten, die ihr jene schwere gothischeDrapperie Zuschnitten, und mit tausend Falten, miteiner langen Schleppe von Lehren und einem ganzenMarkt von Zierrathen ihre schönen Glieder krümm-ten. Unmöglich aber kann diese Gallatracht derWahrheit, wie Gleim sic nennet, jenes durchsich-tige Koische Gewand verrufen, das alle ihre Gliederund ihren ganzen Wuchs im schönsten Ebenmaaszeiget. Selbst das härtere Wort, Verkleidung,ist einer gewissen Gattung von Fabeln nicht unan-ständig , deren Zweck cs eben war, den Sinn derErdichtung eine ZcitlaNg aufzuhalten und zu ver-bergen, damit er am Ende der Erzählung auf ein-mal desto größere Wirkung thäte. Ost ging dieseVerkleidung zweckmäßig so weit, daß der DichterLen Zuhörer selbst mußte entkleiden helfen, und ihm,wie Nathan dem David, zurief:

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Und wiewohl ich diese Verhüllung Nicht unbedingtvertheidigcn mag: so können doch Umstände eintre-ten, wo eben sie durch ihre Täuschung mehr Herzengewinnet, als die nacktere Wahrheit je würde ge-

*) Gleims, Lichtwehrs u. a. erste Fabel.