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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Ucker Bild,

wird dem Lehrlinge die Geschichte der Fabel. WicrLcssing einen hevristischcn Nutzen dieser Dichtungs-.art für die Schulen zur Bildung der Geniesverschlug, *)indem mem die Geschichte derselbenbald eher abbricht, bald weiter fortführt, bald diesen undjenen Umstand so verändert, daß sich eine andereMoral darin erkennen laßt," und von diesem Spielder Erfindung selbst schöne Beispiele gegeben hat:so möchte ich zu Bildung kluger Köpfeeinen andern Gebrauch der Fabel verschlagen, dersowohl auf die elnwendung der Fabel selbst, als aufdie Erfindung ähnlicher Fälle zum wirklichen Ge-brauch des Lebens wiese. Es wäre nämlich die reineErzählung der Situation, aus welche die Dich-tung paßt, und zwar eine treffende Erzählungnach allen Umstanden der Fabel. Hier lernte derJüngling nicht nur einen allgemeinen Satz aus einerGeschichte finden, und einen neuen aus einer verän-derten Geschichte abstrahiren; (eine Uebung, der ichihren Nutzen nicht abfprcchen will;) sondern er ge-wöhnte sich in der Fabel selbst das Wesentliche vomUnnöthigen zu unterscheiden, die ganze Situationderselben praktisch anzusehen, und die brauchbarsteseiner Scelenkräfte, die analogische Erfin-dungskraft zu üb>n. In jedem Stande des Le-bens ist uns diese unentbehrlich. Die Seele fragtsich unaufhörlich bei jeder neuen Situation, in dersic sich findet:bist du in ihr oder einer ähnlichen

gewesen? hast du sie bei andern bemerkt, und wiebenahmen sich diese ?" Zu Bildung solcher prakti-

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