I. Ueber Bild,
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gar eine falsche und verzogne Lehre hin, und über-ließen jedem Lesenden die Anwendung; oder sie glaub-ten den Fall der Anwendung in die Lehre selbstschon verborgen zu haben, wie cs auch zuweilenwirklich geschehen war. Die altern wahren Fabelnindcß, deren Entstellung man weiß, sind jcdcrzcitmit diesem Gegenstück ihrer Dichtung ausgezeichnetworden, wie die Fabel Jothams und Joas, Na-thans Parabel, die Dichtung des Stcsichorus, desMcncnius Agrippa, selw viele, die in den Geschich-ten und andern Schriften der Morgenländer Vor-kommen , ja auch selbst als Sammlung das ganze-Buch Kelileh und Damne zeiget. Nur denSammlern haben wir's zuzuschreiben, daß wir dieLockmannischcn und Aesopischen Fabeln so abgekürzt,gleichsam als Enthymemen der Fabeldichtung voruns sehen; wie sie denn auch sonst der Gnomen,Sprüche und Sprüchwörter gnug zusammengctragenhaben, ohne daß sie es wußten und sagen konnten:woher oder wozu jeder Spruch ursprünglich erfundenwäre? Nachahmende Fabulisten, die für Bücherschrieben, fanden diese Abkürzung sehr bequem, dasie ihnen die Mühe ersparte, einen Fall der An-wendung sich selbst zu erdenken; und warum hattensie damit den Leser belästigen wollen, da sie zumZeitvertreib oder zur moralischen Provision auf's Gc-rathewohl der Zukunft schrieben? Daher nun dieunerträgliche Langeweile, wenn wir eine Reihe Fa-beln ohne Anwendung auf bestimmteFalle des Lebens nach einander lesen. Es istals ob uns ein Sack voll moralischer Lehren undAnschauun en über das Haupt geschüttet würde, da,wenn jede dieser Fabeln in einer Geschichte an Stell'