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I. Ueber Bild,
oder wenigstens unkraftia, insonderheit wenn wederdie Natur, noch dis Sage den Wahn, den er unsaufdringen will, vorbereitet, unterstützet und sesthalt.Wesen solcher Art können nicht vorsichtig gnug, darzu nur an gehörigem Ort mit Anstand und Würdeerscheinen; oder sie zergehen wie Luftblasen; sie sau-sen unserm Ohr wie ein nichtiger Wortschall vor-über, und die Mühe des Dichters ist verloren.
4. W a § i st' s, das uns in der Fabel-dichtung anschaulich gemachtwird? Jst's ein bloßer Erfah-rungssatz oder eine moralischeLehre?
Mit dem einzigen Erempel einer Holberg-schcn Fabel, aus welcher erhellet, „daß keine Crcaturweniger in der Zucht zu halten ist, als eine Ziege,"hat Lessinq treffend gnug gezeigt, *) daß nichtjeder Ersahrungssatz, nicht jede nichtige Lehre derMühe einer Fabcldichtung wcrth scy; und woberkäme ein großer Lhcil der so unbedeutenden Fabeln,mit denen die Welt überschwemmet ist, als ebenauch des nichtigen Ziels wegen, das sie ihrer Mühezum Zweck setzten? Sobald ich einen jeden Allge-mcinsatz auf einen besonder» Fall zurückführcn, chmin einer erdichteten oder wahre» Geschichte die Wirk-lichkeit crthcilen, und ihn nachher aus derselbe»durch eine leichte chemische Kunst wieder abzichcn