Dichtung und Fabel.
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Indessen verdient Eine Elaste der handelndenPerlenen eine nähere Erörterung; es sind die alle-gor i s c b e n Wesen der Fabel. Darf derP e r st a n d, kann die Phantasie, der N c i d,das Glück, da-S Schicksal u. f. in ihr erschei-nen oder nicht? Mich dünkt, ja! Jedes er'ch ine,wenn es erscheinen kann, wenn der Dichter sichgetrauet, ihm Anschauung und gleichsam handelndeSubstanzialitat zu geben. Kann er dieses, so istdie Person ein Gott, ein Genius oder ein Dämon;kann er's nicht, bleibet sie in siiner Dichtung eingestaltloses Wort, eine Absiraction, ein Name: soist sie ein Fehler seines Werks, nicht weil sie Alle-gorie, sondern weil sie kAn Wesen ist, dem ErSprache und Handlung zu geben vermochte. Alsokommt auch hier alles auf die Kunst des Dichtersund auf den Zusammenhang an, in welchen er seinFigmcnt setzte. Niemand tadelt es an einem Fa-bulisten, wenn er den Tod, den Genius des Schlafs,den Schutzgeist des Menschen, od>r eine Fee, eineNymphe, eine Najade handelnd einführt; gnug,wenn sie in ibrem Ebarakter handelten, und sich inihrer Wirklichkeit darstcllten. Denn getraueten sichdie Alten Götter und den Tod, oder ShakespcarGespenster und Schatten sogar auf den dramatischenSchauplatz zu bringen; wie sollte cs nicht möglichseyn, daß der Fabeldichter einen Geist oder eine er-dichtete Wortgestalt auf den viel engeren Schauplatzseiner Dichtung zaubre, und ihm so viel treffendeAnschaulichkeit gebe, daß diesen Augenblick niemandan seinem Daseyn zweifelt? Allerdings aber mußer seiner Zauberkunst gewiß seyn: denn sonst wirdjede solcher Erscheinungen lächerlich, abgeschmackt