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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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l. Uebcr Bild,

Laß der Fuchs als Fuchs, der Löwe als Löwe sprecheund handle. Durchbreche ich diese Schranken der

Anschauung, und erhöhe den Charakter der Thiereso hoch über ihre Sphäre, dass die Täuschung ver-schwindet: so wird, wie Lessing sinnreich sagt,

der witzigsprcchende Esel der Sittcnlehrer, der Fabu-list hingegen der Esel seyn, der ilm so ungereimtmctamorphosirte. Also leidet die Behauptung notb-wendig eine Einschränkung, *) „dass , wenn man denThieren einmal Freiheit und Sprache zugestandcn,man ihnen zugleich alle Erkenntnisse zugestehcnmüsse, die auS jenen Eigenschaften folgen, auf wel-chen unser Vorzug vor ihnen einzig und allein be-ruhet." Denn dieser Ausspruch könnte nicht anders,als alle sinnliche Anschauung und gefühlte Wahrheiteiner so erhöhetcn Fabel rauben. Jst's allenthalbennur der verkappte Mensch, der geistreiche, witzigeSittenlehrer, der unter dem Gewände der Tbierespricht: so mag dies? Maskcnspiel freilich ergötzen,

man kann auch i» Em viel Gutes lernen und hö-ren; die eigentliche äsopische Fabel aber ist damitzerstöret. Nach dieser spricht jcöes Thier genau nurin seinem Kreise, nach seinem Charakter; **)nicht als Mensch, sondern nur menschenähnlich. Die

mensch-

*) Lcssing'z Abhandlung, S. 203. 20g. u. f.

") Lessing selbst schränkt durch diese Bestimmungseine eben angeführte Behauptung ein, S. 208'20g. JnBodmers Untersuchung der Lessing-schen Theorie S. 201. ist diese Einschränkungausgelassen werden.