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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
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ch Ueber Bild,

dern mag. Demnach ist die nsopi'chc Fabel sofernnichts, als eine moralisirte Dichtung.

Auf einmal treten wir durch diesen angegebnenStand aus einem Netz von Fragen und Widersprü-chen hinaus, welches man sich in der Theorie derFabel .vielleicht unnothig vor die Füße knüpfte.2. B.

r. Warum handeln Thicre in dersel-ben? Etwa des Wunderbaren oderder Bestandheit ihrer Charakterewegen?

Thiere handeln in der Fabel, weil demsinnlichen Menschen alles Wirkendein der Natur zu handeln scheinet;und welche wirkende Wesen wären uns naher alsdie Thiere? Ein Kind zweifelt niemals, daß dielebendigen Geschöpfe, mit denen es umgeht, gewis-sermaßen seinesgleichen sind, also auch seiner Artnach begehren, wollen und wirken. Es halt sie,selbst wenn es sie quält, nicht für leblose Cartes-sische Maschinen. Mit allen si'nn'ichen Völkern ist'sdasselbe. Der Araber spricht mit seinem Roß, derHirte mit seinem Schaaf, der Jager nnt seinemHunde, der Neger mit seiner Schlange, ja derarme Gefangene endlich mit seiner Spinne und sci-ner Maus. Je mehr der Mensch eine Thiergattungkennen lernt, und mit ihr vertraulich umgebh, destomehr gewöhnen sich beide an einander, und theilcneinander von ihren Eigenschaften mit. Er glaubt,sie zu verstehen, und wähnt, daß sie ihn verstehe;