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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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Dichtung und Fabel.

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vielmehr aus dem Ursprünge der ganzen Gattungaufsnchen wellen: denn auch hier zeigt die Entste-hung das Wesen der Sache selbst.

III. Bon der äsopischen Fabel.

Wenn es der menschlichen Seele eine eigene,fortwährende Beschäftigung ist , sich Bilder zu schaf-fen , sie aus dem Ehaos der Naturgestalten zu son-dern , ihre Wirkungsart zu bemerken, und solchemit einem Namen, den ihr der anfthauendc Sinngab, zu bezeichnen: so konnte es unmöglich fehlen,daß nicht bald auch die ä s o p i s c h e Fab cl ent-stehen mußte. Der Mensch sichet nur, wie einMensch sicher; aus seiner Brust tragt er Empfin-dungen und Leidenschaften in andre Geschöpfe, ausseiner Vorstellungs - und Handlungsweise also auchAbsichten und Handlungen zu ihnen hinüber; ersichet alles in seiner Person, nach seinem Maaße.Dieß nannten wir Dichtung; und wenn er dieseAnschauungen nun so stellet und ordnet, daß er inihnen einen Erfahrungssatz oder eine praktische Lehrefür sich anerkannt, und daraus absvndert, so ist dieäsopische Fabel gegeben. Mögen in ibr Götter,Thierc, Bäume oder Menschen hand.ln; gnug,wenn die Anschauungskraft unsrer Seele sie alsHandelnde wähnen, und die Abstraktion aus ihremBetragen eine Lehre fur'ö menschliche Lebe» abson-