Dichtung und Jabel.
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nur aus Armutb, weil er nicht hat: er wahnt unddichtet, weil er nicht weiß. Und auch dann ist derWabn seiner Dichtung eigentlich nichts, als sinn-liebe A n sc b a u u n g , von seinem bemerkendeninnern Sinn mit dem Gepräge der Analogiebezeichnet. Eigentlich und absolut kann der Menschweder dichten, noch erfinden; er würde damit derSchöpfer einer neuen Welt. Was er thun kann,ist, Bilder und Gedanken paaren, sie smit demStempel der Analogie, insonderheit aus sich selbst,bewichnen; dieses kann und darf er. Denn alles,was Bild in der Natur beißt, wird solches nurdurch die Empfängnis; und Wirkung seiner bemer-kenden, absondernden, zusammensehenden, bezeich-nenden Seele.
Es versteht sich von selbst, daß, so lange dieseDichtung bei einer Nation blos Sage war, sietbeils ein ungepragtcs Gold blieb, theils gar baldsehr verfälscht werden mußte. Verfälscht mußte siewerden, weil beinah jeder Sagende dazuthar oderabnahm, auch ohne daß er's wußte und wollte.Einige klare, kühne, lebhafte Geister hatten erfun-den, und erzählten vor; schwächere Kopfe begriffenhalb oder gar nicht; sie erzählten indcß weiter, Sowurden endlich Sagen obne Sinn, Bilder ohne Ver-stand und Deutung- Mit den Geschlechtern kamenhistorische Umstände in die Erzählung, und mußtenhincinkommcn, eben weil es Familicnsagc, Tradi-tion der Kindheit war. Keine Mythologie der Welthat sich also rein erhalten können, oder sie wärekeine Mythologie gewesen. Phantasiecn über die Na-tur und Bcgegniffe des Geschlechts, der Nation, des