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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. lieber Bild,

scheinender und verscbwindcnder Naturfomicn, vonwelchen alle Mythologien! der Erde voll sind.

Dieß sind die drei simpeln Ideen, aus welchensich alle Dichtung des menschlichen Geistes hcrvor-gesponnen hat: ja ich zweifle, ob es eine vierte

gebe. Sie heißen

1. Personifikation wirkender Kräfte.

2 . Liebe und Haß, Empfangen und

Geben, Thatigkeit und Ruhe,Vereinigung und Trennung, kurzzwei Geschlechter.

3. A u s zwei vereinigten Dingen cin

Drittes, aus zwei widerstreben-den Wesen Untergang des Einen.So erklärte man aus dem Seyn das Werden,den Tod aus dem Leben.

Die älteste Mythologie und Poetik also ist einePhilosophie über die Naturgesetze; einVersuch, sich die Veranderunacn des Weltalls inseinem Werden, Bestehen und Untergehen zu erklä-ren. Dieß ist sie bei dem dümmsten Neger undist's bei dem klügsten Griechen gewesen; weiter kann,mag und will der menschliche Geist nicht dichten.Denn was sollte es sonst heißen: dicbten? Etwaex prokssso wie Satanas lügen? In einer mensch-lichen Seele begreife ich dieß Wort nicht, außer so-fern sie völlige Absurditäten zusammcnsehte, unddamit selbst ungereimt würde. Der Mensch erfindet

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