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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Ueber Bild

Gedanken, sogar in jedem Augenblick, du sie nichtauf ihrer Hut sind, gemein finden? Die Furcht,zumal in der Finsternisi, die Traurigkeit, Liebe,Sehnsucht, Verzweiflung und jede andre Leidenschaftmacht in unvccmutheten Augenblicken uns alle nochzu Wilden, denen bald dieser, bald jener Gegen-stand zu leben scheint, und in sonderbaren Eindrü-cken auf sie wirket. In der Kindheit sehen wirlange Jahre die Welt so an, und in Traumenkommen uns solche Personifikationen der Kindheithäufig wieder. Der Zustand unsrer kaltenBesonnenheit ist ein künstlicher, durchErfahrung, Lehre und G ew o hn b c it al!-mählich erworbener Zustand, dessen Be-sitz uns in völlig unerwarteten Fallen zu erhaltenoft schwer wird.

Dasi nun jede Nation der Erde sich diese Per-sonifikationen nach eigener Art bilde, bedarf keinesErweises; alle Reisebeschreibungcn, alle Mvthologieensind davon voll, und ich wünschte, daß wir einNymvhaum dieser Phantasieen unsers Geschlechtsrein gesammlct und klimatisch ausgelegt, besäßen.Es wäre die Geschichte eines vernünfti-gen Wahnsinnes, in welchem, wie Poloniusvon Hamlet sagt, allenthalben Methode stattrindet; eine sehr mannigfaltige Blumenlese, dieProbe von Neichthum und der Acniuth aller mensch-lichen Erfindung.

2. So natürlich es dem Menschen scheitlet,daß alles Wirkende Person sey: so kann er sich

auch seine andre Art der Wirkung, als die in seiner