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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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Ich I. Ueber Bild,

Phantasie auf eigne Weise; es wird sich selten ausEinem in's andre ein Gemahldc vollkommen über-tragen lassen, wenn es nicht vcn einem neuen Geistbelebt, und gleichsam neu erschaffen wird. Wieschlecht steht cs also mit aller knechtischen Nachah-mung, mit jedem gelebit n Diebstahl fremder Alle-gori.n und Bild r, enduch gar mit jenen poetischenBlumenlesen und Vorratls'chranken aus, in denenman sich fremde Lappen für zukünftigen Gebrauchsammlet. Unfeine Uebung für Jünglinge, die zusolcher Bildcrkramerei gewohnt werden! Lasset siejedes schone Bild, jedes treffende Gleichnis an seinemOrt lieben, sclratzen und bewundern lern.n, ohnedaß ihnen ein Gedanke einkomme, Einen Zug dessel-ben für ihr etwaniges Gemachte zu entwenden. Jewahrer und vollkommener ilmen das Bi d an St.lleund Ort erscheinet, desto weniaer werden sie räube-rische Hände daran legen wollen, vielmehr vonEisir cntbrcnnen, selbst a» Siellen und Ort eindergleichen naturvrlles Bild aus Wahrnehmung ihresSinnes zu entwerfe».

5. Ungerecht ist also die Klage, daß dasDorrathshaus der Natur r uns e r-schöpft sey, m d daß-wir zu spat gebor>n wor-den, um den Löwen oder die Sonne besser zu schil-dern , als sie bereits oft geschildert sind. Vom Bes-serschildern ist hier die Rede nicht: den» die Wahr-heit war zu allen Zeiten dieselbe; daß jeder wahr-nehmcnde Mensch aber seinen Gegenstand eigenschildern kann, als ob er noch nie geschildert wäre;darüber, dünkt mich, sollte kein mißtrauender Zwei-fel walten. In keinem seimr Gleichnisse ist Homer