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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

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mich umgiebt, finde ich mich nur dadurch zurecht,und w rde über das Chaos dcr auf nüch zudringen-den Empfindungen Herr und Meister, daß ich Ge-genstände von andern trenne, daß ich ihnen Umriß,Maas und Gestalt gebe, mithin im Mannigfaltigenmir Einheit schaffe, und sie mit dem Gepräge mei-nes innern Sinnes, als ob dieser ein Stempelder Wahrheit wäre, lebhaft und zuversichtlich be-zeichne. Unser ganzes Leben ist alich gewissermaßeneine Poetik: wir sehen nicht, sondern wir erschaf-fen uns Bilder. Die Gottheit hat sic uns aufeiner großen Lichttafel vorgemaht; wir reißen sievon dieser ab, und mahlen sie uns durch einen fei-nern , als den Pinsel d.r Lichtstrahlen , in die Seele.Denn das Bild, das sich auf dcr Netzhaut deinesAuges zeichnet, ist der Gedanke nicht, den du vonseinem Gegenstände dir zueignest; dieser ist bloß einWerk deines innern Sinnes, ein Kunstgemahldeder Bemcrkungskraft deiner Seele.

2. Hieraus crgiebt sich, daß unsre Scele,so wie unsre Sprache, beständig alle-gorisire. Indem sie nämlich Gegenstände alsBilder sicht, oder vielmehr nach Regeln, die ihrcingepragt sind, solche in Gedankenbilder verwandelt;was tbut sie anders, als übersetzen, als m c la-sch em a t i si r en? Und wenn sie diese Gcdankcn-bildcr, die blos ihr Werk sind, jetzt durch Werte,durch Zeichen für's Gehör sich aufzuhellen und an-dern auszudrücken strebet; was thut sie abermalsanders, als übersetzen, als allüosircn? DcrGegenstand hat mit dem Bilde, das Bild mit demGedanken, dcr Gedanke mit dem Ausdruck, das