I. Ueber Bild,
aller andern Wissenschaften werden können, ebenweil die Natur uns in der Struktur des Auges undin den Gesetzen des Lichtstrahls das schönste Mustereiner feinen Genauigkcir verlegte. Für die Philo-sophie der Empfindungen ist eine Theorie desLichts und des Bildes von gleich mannigfal-tigem Nutzen, sobald man sie in den Erscheinungenvcrschiedncr Kunstwerke aufzusuchcn und zu den all-gemeinsten Regeln zu erheben strebet.
1. Vom Bilde.
r. Bild nenne ich jede Vorstellung eines Ge-genstandes mit einigem Bewusitscyn der Wahrneh-mung verbunden. Steht es vor meinem Auge, soist cs ein körperliches, sichtliches Bild. Wird csmeiner Einbildungskraft dargestellt: so ist es eine
Phantasie, die aber dennoch von
sichtlichen Gegenständen ihre Gesetze borget. Dortwache, hier träume ich; und man siebet, daß diePhantasie des Menschen auch wachend beständigfortträume.
Alle Gegenstände unsrer Sinne nämlich werdennur dadurch unser, daß wir sie gewabr werden,de i. sie mit dem Gepräge u n sr e s Bewußt-seyns, mehr odr minder bell und lebhaft, bezeich-nen. In dem Walde sinnlicher Gegenstände, der