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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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gen, Meta'S Hand dem Besitzer der Rittersteinschen Güter verleihenzu können, schätze ich mich glücklich, einen erlauchten Freund undGönner verbinden zu können. Fortan soll es zwischen uns nurnoch freundliche Worte geben, Herr Graf."

Der letztere halte seit seinem Eintritt in die Hütte keine Shlbegesprochen. Sein Bück haftete forschend auf den thränenvollenAugen und den farblosen Wangen Nlrika'S, während er den Vor-gang seinen eigenen Deutungen unterwarf. Dennoch ließ er derschönen Gattin des Bürgermeisters Gerechtigkeit widerfahren; dennobgleich er in Betreff von Ulrika'S Neigungen weniger gläubig war,als Heinrich, kannte er doch ihre reine Seele zu gut, um die guteMeinung von ihrer Tugend aufzugeben, die sie ihm in früher Ju-gend abgerungen hatte. Er nahm den Antrag seines Freundesanscheinend mit derselben Freimüthigkeit an, wie er geboten wurde,und nach einigen kurzen Erörterungen verließen sie inSgesammt dieHeidenmauer.

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Unsere Aufgabe ist zu Ende. Am folgenden Tage wurdenBerchthold und Meta vereinigt. Schloß und Stadt wetteifertenmiteinander, den Neuvermählten Ehre zu erzeigen, und die beidenMütter bemühten sich, den eigenen stillen Kummer in dem Glückeihrer Kinder zu vergessen.

Im Laufe der Zeit nahm Berchthold von seinen Gütern Besitzund begab sich mit seiner Braut und seiner Mutter nach dem SchlosseRitterstein, auf welchem er stets nur als der Bevollmächtigte desabwesenden EigenthümerS walten wollte. Gottlob erhielt die För-sterstelle; es gelang ihm. Gisela zu überreden, daß sie beiz Gedankenan den schmucken Ritter aufgab, der sich eine Zeitlang in der Har-tenburg aufgehaltcn hatte, und so vereinigten sich die beiden störri-schen Gemüther für den Rest ihres Lebens zu einem halb liebenden,halb zänkischen Ehepaar.

Dürkheim ihcilte, wie eS gemeiniglich bei wichtigen Veränderun-