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oder Dich bereit gezeigt haben würdest, ste den ungestümen Triebeneine» Wildfangs zu opfern, mit dem Du verlobt warst."
Ulrika'S Auge wurde leuchtender, aber nur, weil ein Anflugvon Glut sich über ihre Züge hinbreitete.
»Ich weiß nicht, wozu dergleichen Anspielungen jetzt dienensollen, Herr von Ritterstein," entgegnete sie; „denn es ist EuchWohl bekannt, baß ich gekommen bin, um einen letzten Versuch zumachen, den Frieden Meta'S zu sichern. Berchihold theilte mirEure Absicht mit, ihn für die Rettung Eures Lebens zu belohnen,und ich habe Euch jetzt zu sagen, daß, wenn Ihr anders etwasfür den Jüngling thun könnt, jetzt der geeignete Augenblick ge-kommen ist — denn Lottchen fühlt sich zu geschwächt, um nochlange gegen weiteren Gram aukämpfcn zu können."
Der Einsiedler war betroffen. Er wandte sich langsam nacheinem der Behälter seiner weltlichen Habe und holte ein Pakethervor. Das Rascheln desselben belehrte seine Gefährtin, daß esein Pergament war, und sie erwartete den Erfolg mit gespannterTheilnahme.
„Ich will nicht sagen, Ulrika," entgegnete er, „daß diese Ur-kunde der Preis für ein Leben seyn soll, welches kaum der Gabewerlh ist. Früh mit dem jungen Berchthold und mit Meta be-kannt, entlockte ich ihnen ihr Geheimniß, und von diesem Augen-blicke an hat es mir die größte Wonne bereitet, auf Mittel zusinnen, um das Glück eines Dir so theuern Wesens zu sichern.Ich fand in dem Kinde jenen einfachen, edlen Sinn, den ich ander Mutter bewunderte, und muß ich erst beifügen, daß meine Ver-ehrung für Dich dem Verlangen, Deinem Kinde zu dienen, nochmehr Nachdruck verlieh?"
„Ich bin Dir in der That sehr zu Dank verpflichtet für dieFortdauer dieser guten Meinung," entgegnete Ulrika mit tieferEmpfindung.
„Danke mir nicht, sondern betrachte vielmehr den Wunsch,