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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
477
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»Ich will es auf mich nehmen, hochgeborner und edler Emich,Dich völlig zu rechlfertigen, so oft an Franzens Hofe Dein großerKrieg und Deine feine Politik zur Sprache kommen sollte. Ja, beider Messe! sollten unsere Juristen oder Staatsmänner den Versuchmachen, der Welt beweisen zu wollen, daß Dein Haus in dieser un-sterblichen Unternehmung Unrecht gethan habe, so will ich ihreGründe ich gebe Dir darauf mein Wort sowohl logisch alspolitisch zu ihrer ewigen Beschämung und Verlegenheit widerlegen."

Durch den unzweideutigen Spott, mit welchem Monsieur La-touche diese Zusage abgab, glaubte er sich in vollem Maße ge-rächt für die pinselhafte Rolle, welche ihn die Künste des Grafenhatten spiele» lassen, und so oft er in späteren Tagen die Geschichteerzählte, schloß er stets mit Anführung dieser kühnen und ironischenAnspielung auf die saubere Geschichte im Jägerthal, welche nichtnur er, sondern auch ein gewisser Theil seiner Zuhörer für dasBeste an der ganzen Sache zu halten schienen. Zufrieden mit demangebrachten Hieb spornte der Abbe sein Thier, um auch den Rittervon dem Vorfall zu unterrichten, der seinerseits über den Freundin's Fäustchen lachte, während er zugleich dessen Witz über dieMaßen herausstrich. Als die Beiden vorausritten, fand EmichGelegenheit, im Vertrauen mit seinem Förster zu sprechen.

»Hast Du die Angelegenheit mit dem Bürgermeister verhandelt,wie ich Dir aufgetragen habe, Junge?" fragte der Graf mit derMiene des Ansehens und der Zuneigung, mit der er Berchtholdstets anzureden pstegte.

»O ja, gnädiger Herr Graf, und zwar recht dringend, wie eSmir mein Herz eingab aber mit geringer Hoffnung aus gutenErfolg."

Wie, bringt der einfältige Spießbürger nach dem, was vor-gegangen ist, noch immer seine elenden Batzen in Rechnung? HastDu ihm nicht gesagt, wie sehr ich mich für die Verbindung inte-