viel Gunst erzeigt halte, schnell erinnerte, so schleppte ich ihn mitmir in die Gruft hinunter. Unserer Wunden und Hülslosigkeit habeich aber doch Erwähnung gethan?"
„Freilich, aber ohne den Namen Deines Gefährten zu nennen."
„Der Himmel sey dafür gepriesen, es war der Herr Odo.Durch Hunger und Blutverlust geschwächt und keines Widerstandsfähig, fanden uns am andern Tage die Mönche und schafften uns,wie ihr bereits gehört habt, mit einander fort; auch sorgten sie ineiner Weise für uns, daß wir bald wieder zu Kräften und zumGebrauch unsrer Glieder kamen. In welcher Absicht uns die Be-nediktiner verborgen halten wollten, weiß ich nicht; aber das ein-fältige Mährchen von dem gespenstischen Jäger und von dem loSge-kuppelten Hund scheint zu beweisen, daß sie noch immer auf denAberglauben der Gegend zu wirken hofften."
„Damit hatte Wilhelm von Venloo nichts zu schaffen!" riefEmich, der in tiefem Nachsinneu dagestanden hatte. „Die Tröpfehaben das Spiel fortgesetzt, nachdem es von besseren Leuten bereitsaufgegeben war."
„Möglich, gnädiger Herr Graf, denn es kam mir vor, alssey der Abt Bonifacius mehr als geneigt, uns ziehen zu lassen.Wir wurden jedoch festgehalten, bis die Entschädigungs-Angelegen-heiten und die Wallfahrt bereinigt wären. Sie konnten uns leichtfür ihre Zwecke benützen, wenn es anders in ihrer ,Absicht lag,durch Furcht auf Dürkheim zu wirken; denn als sie mir ihr Ehren-wort zum Pfände gaben, meine beiden Mütter und die theure Metasehe» in das Geheimniß unsres Wohlbefindens eingeweiht, war esmir nicht darum zu thnn, so schnell die geschickten Aerzte zu ver-lassen, welche eine baldige Heilung unsrer Wunden in Aussicht stellten."
„Und hat Bonifacius diese Lüge bestätigt?"
„Ich spreche nicht von dem Abt, gnädiger Herr Graf; aberzuverlässig sagten die Brüder Cuno und Siegfried Alles dies und