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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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ohne aufs Neue Gefühle zu verletzen, die so lange und so schwergeprüft worden waren.

Du bist also jetzt von Deinem Gelübde losgesprochen, Berch-thold?" fragte ste nach einer jener kurzen Unterbrechungen, inwelchen sich das Glück eines solchen Wiedersehens am besten durchstumme Theilnahme kund gibt.Haben die Beurdictiner kein Rechtmehr an Dein Schweigen?"

Sie haben selbst die Rückkehr der Pilger als Frist bestimmt,und da ich die angenehme Kunde zuerst durch den Umstand erfuhr,daß ich euch Alle in der Processton herankommen sah, so rief ichdie Hunde herbei, die den Wald durchstreiften, und war eben imBegriffe, hinunterzueilen und mich zu zeigen, als ich an dem Thor-wege des Lagers auf euch traf. Unsere Begegnung würde schonin dem Thals stattgefnnden haben, wenn mich meine Pflicht nichtaufgefordert hätte, zuerst Herrn Odo von Rittecstein aufzusuchen-"

Den Herrn von Nitterstei» ?" rief Ulrika, und ihr Antlitzerblaßte.

Was weißt Du von meinem alten Kameraden, dem HerrnOdo, Junge?" fragte Emich.Ich höre zum erstenmal wiedervon ihm seit der Nacht, in welcher die Abtei fiel."

Ich habe meine Geschichte schlecht angefaugen," versetzte Berch-thold lachend und erröthend, denn er war für das letztere weder zualt noch zu welterfahren,da ich vergessen konnte, den Herrn Odozu nennen."

Du sagtest uns von einem Gefährten," entgegncte seine Muttermit einem Blick auf Ulrika, indem sie sich zugleich aus den Armenihres Sohnes erhob, denn sie empfand unwillkührlich die Verwir-rung ihrer Freundin mit,erwähntest aber seiner bloS als Religiösen."

Ich hätte ihn als den heiligen Eremiten nennen sollen, denwir Alle jetzt als den Edlen von Ritterstein kennen. Als ich demeinstürzenden Dach auSweichen mußte, traf ich Herrn Odo vor demAltäre knieend, und da ich mich der Gestalt dessen, welcher mir so