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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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namentlich in den Bereinigten Staaten würde die Waffe einesMirakels an sich schon nutzlos seyn; aber in der alte» Welt gibtes noch immer ganze Länder, die sich theilweise durch derartigeEinflüsse beherrschen lassen. In der Periode unsrer Erzählung warder öffentliche Geist so ununterrichtct und abhängig, daß sogar dieMänner, denen am meisten daran gelegen war, den BolkSwahn desAugenblicks zu bannen, nur mit Mühe ihre eigenen Zweisel über-wältigen konnten. Man hat gesehen, daß Emich, trotz seiner großenGeneigtheit, die Herrschaft der Kirche ganz und gar abzuschüttcln,doch noch tief genug in seinen alten Vorurtheilen stack, um imGeheim derselben Macht zu mißtrauen, gegen die er ankämpfte,und daß er nicht nur über die Politik, sondern auch über die Ge-setzmäßigkeit des Schrittes, zu dem ihn sein Ehrgeiz veranlaßte,ernste Bedenken unterhalten hatte. So wird der Mensch das Werk-zeug der verschiedenen Leidenschaften und Beweggründe, die ihn be-herrschen, indem er bald nachgibt, bald Widerstand versucht, jenachdem seinem Geiste eine stärkere Verlockung sich vergegenwärtigt.Dabei gibt er nun vor, er lasse sich durch Vernunft und Grund-sätze leiten, während er in Wahrheit selten auf die Stimme dereinen oder der anderen hört, bis endlich beide gemeinsam wirkendurch das Mittel eines alles Uebrige ausschließenden Interesses,welches schnelles und thätigeS Handeln fordert. Dann allerdingswerden die geistigen Fähigkeiten plötzlich aufgeklärt; er bietet nuneifrig jeden Beweisgrund, den scheinbaren sowohl, als den stichhal-tigen) auf, und so kommt es, daß wir oft ganze Gemeinschaf-ten eine athembenehmende Kreiselschwingung machen sehen, indemsie sich plötzlich für ein System von Grundsätzen erklären, das ganzim Widerspruche steht mit allen, die sie je vorher zur Schau ge-tragen haben. Glücklicherweise bleibt dem, was in dieser Weisedurch gediegene Grundsätze gewonnen wird, die Aussicht auf Nach-haltigkeit; denn das Princip selbst muß unveränderlich bleiben, wieverkehrt auch seine Bekenner handeln mögen, und ist es einmal