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„würden wohl ermüdete Hunde wochenlang auSbleibcn? ES ist jetztvierzehn Tage, seit das Gebell zum erstenmal gehört wurde, unddoch hat von jener Stunde an bis auf den gegenwärtigen Augen-blick Niemand die Hunde erblicken können, — eS müßte denn seyn,daß einige unsrer Bauern Recht hätten, wenn sie sagen, sie hättensie wie toll auf der Spur laufen sehen."
„Man erzählt sich, Herr Graf," fügte ein Anderer bei, „Bercht-hold selbst habe sich mit ihnen blicken lassen — sein Gewand flat-ternd im Winde, während er stets gleichen Schritt mit den Hundenhielt, als sei er eben so schnell zu Fuß, wie sie."
„Und hintendrein Pater Johann mit zurückgeschlagener Kapuzeund der Kulte, wallend wie eine Fahne, um sich einen geistlichenSpaß zu machen!" erwiederte der Graf lachend. „Hast Du nichtgesehen, Tölpel, daß die raffelnden Gebeine Deines Mönches nochunter den Trümmern liegen?"
Der Bauer wurde zwar durch das Benehmen seines Gebieterscingeschüchtert, aber nicht überzeugt. Es folgte hierauf ein langes,erwartungsvolles Schweigen, denn das kleine Nebenspiel in derNähe des Grafen hatte die feierliche Aufmerksamkeit der Massenicht im mindesten beeinträchtigt. Endlich thaten sich die Rachender gcheimnißvollen Hunde wieder auf und das Gebell erklang wiedas von Hunden, welche ans dem Gestrüppe eines Waldes in'SFreie Hinausstürzen. Einige Augenblicke später wiederholten sichdie Töne, und es unterlag jetzt keinem Zweifel mehr, daß sie vonder offenen Haide her kamen, die den Teufelsstein umgab. DieCrisis wurde unheimlich für den tiefen Aberglauben eines solchenGebiets im Beginne des sechszehnten Jahrhunderts. Sogar Emichwankte. Obgleich er eine unklare Vorstellung von der Abgeschmackt-heit des Gedankens hatte, daß lebendige Hunde von einem todtenFörster gehetzt werden sollten, so gab es doch, wenn der wichtigerePunkt der übernatürlichen Jagd zugegeben wurde, so viel Mittel,über diese Schwierigkeit wegzukommen, daß er in seinem Einwurf