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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
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sehr von Schmerz ergriffen über den Verlust seines Freundes, umin seiner eigenen Beförderung Trost zu finden.

Meine Dienste stehen Euer Gnaden steis zu Gebot," ant-wortete er;aber obgleich ich bereit bin, Euern Befehlen Folge zuleisten, möchte ich doch wünschen, daß Berchthold noch hier wäre,um für mich zu thun, was"

Stille hört!" riefen hundert Stimmen.

Emich stutzte und beugte sich in gespannter Aufmerksamkeitvorwärts. Der Himmel war klar und wolkenlos, die Luft derBerge so rein, wie der milde Wind und eine strahlende Sonne sienur machen konnten. Von solchen Umständen begünstigt und inMitte des Schweigens, das beredt über der Landschaft alhmete,tönte durch das Thal hin das wohlbekannte Gebell von Jagdhun-den auf der Witterung. Niemand durfte es zu jener Zeit wagen,in diesen Gegenden der Jagd obzulicgen, wie denn überhaupt Nie-mand mit den Mitteln dazu versehen war, als der Lehensherr.Seit den letzten Ereignissen waren die Jagdgründe des Letzterenunbepürscht geblieben, und der Tod Berchtholds, welcher sich indiesem Betracht eines ausdrücklichen Vorrechts erfreute, hatte siezurückgelaffen, ohne daß ein Anderer da gewesen wäre, welcher cShätte wagen dürfen, sein Beispiel nachzuahmen.

Dies ist jedenfalls sehr kühn!" sagte Emich, nachdem darGebell verhallt war.Hat Jemand in der Umgegend Hunde vondieser edlen Zucht?"

Wir haben nie davon gehört."

Niemand würde es wagen, dergleichen Thiere zu halten"lauteten die Antworten.

Ich kenne dieses Gebelle wahrhaftig es rührt von denLieblingshunden meines armen Försters her! Haben sich vielleichtdie Hunde vom Riemen losgemacht, um auf eigene Faust den Hirschzu Hetzen?"

Wenn dies der Fall wäre, Herr Graf," entgegnete Gottlob,