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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
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einer heftigen Feuersbrunst, aber außerdem nichts Ungewöhnlichesbis sie den eingeäscherten Altar erreichten.

Himmel!" rief der Bürgermeister, indem erhastig seinen edlenFreund am Mantel zurückriß.Euer Fuß war im Begriff, dieGebeine eines Christen zu entehren, Herr Graf denn ein Christwar Pater Johann ohne alle Frage, obschon er mehr auf's Ver-dammen hielt, als auf Liebe und Erbarmen!"

Emich wich scheu zurück, denn er bemerkte in Wahrheit, daß ermit unbedachtem Tritte beinahe diese schauerlichen Neberreste derSterblichkeit zerdrückt hätte.

Hier starb ein wahnsinniger Schwärmer!" sagte er, indem erdas Gerippe mit der Spitze seines in der Scheide steckenden SchwerdteSbei Seite streifte.

Und da ist er noch immer, hochgeborner Graf! dies be-reinigt mit einemmale die Frage von dem Mönch, der den jungenBerchthold durch den Wald und die Cedern der Heidenmauer hetzt,und es würde Wohl gut seyn, diese Neberreste dem Volke zu zeigen."

Die Andeutung fand Beifall und die Nebligen wurden auf-gefordert, sich persönlich zu überzeugen, daß Pater Johanns Gebeinenoch an derselben Stelle lägen, wo er gestorben war. Währenddie Neugierigen und Furchtsamen sich ihre Ansichten über dieseEntdeckung zuflüsterten, stiegen die beiden Führer nach der Gruftnieder.

Dieser Theil des Gebäudes war am wenigsten der Einwirkungdes Feuers ausgesetzt gewesen. Geschützt durch das obere Pflasterund ganz aus Stein gebaut, hatte er keine wesentliche Beschädigungenerlitten, diejenigen ausgenommen, welche durch die Schmiedehämmerverübt worden waren. Trümmer der Grabmäler lagen überallumhergestreut, und da und dort hatte ein Rauchwirbcl seine Spurenan den Wänden zurückgelaffen; aber Emich erkannte jetzt mit Be-dauern, daß er die Zerstörung des Altars und der übrigen Denk-