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„Dies ist eine kurze Wallfahrt, Bruder Dietrich,* sagte derBürgermeister, der in seiner Eigenschaft als Christ von besondererHeiligkeit noch immer den Schmied zum Ncbengäklger hatte, „dieuns schwerlich müde Beine machen wird. Freilich, wäre die Stadtso thätig und treu gewesen, wie wir, die wir das ferne Gebirgebesuchten, so würden wir wohl diese kleine Geschichte von ein paarbellenden Hunden und einigem mitternächtlichen Stöhnen in denTrümmern der Abtei schon bereinigt vorgefunden haben; aber eineStadt ohne ihr Haupt ist wie ein Mensch ohne Verstand."
„Ihr glaubt also, hochedler Heinrich, es sei nicht schwer, unsVon diesem Teufelsgeschrei und von den ungebetenen Gästen zu er-lösen? Was meine eigenen besonderen Dienstleistungen dabei be-trifft, so will ich nur erklären, daß ich weit lieber eine längereReise gegen einen menschlicheren Feind machte, obschon meine Füßevon dem bereits Geleisteten gehörig wund sind."
„Geh' mir weg, Schmied, Du wirst doch nicht mehr als dieHälfte von dem, was Du gehört hast, glauben? Diese Bereitwil-ligkeit, auf müßige Gerüchte zu achten, bildet einen Hauptunter-schied zwischen dem Lumpen und dem guten Haushälter — demMann der Schwäche und dem Mann der Weisheit. Wenn eSzwischen einer Magistratsperson und einem Handwerksmann schicklichwäre, so wollte ich Dir eine Wette anbieten, daß die Sache ganzanders auSfallen wird, als Du erwartest; und ich halte Dich nichtfür einen Menschen, Dietrich, der bereitwillig jede Lüge verschluckt,die man ihm hinbictet."
„Wenn Euer Gestrengen mir nur andeuten wollte, was einehrlicher Mann in Wahrheit glauben darf —"
„Ja, stehst Du Schmied, ich will Dir Alles mittheilen, wasich mir von der Frage verspreche, und wenn wir einen Monat langjagten und erorcirten. Man wird finden, daß nirgends ein Rudelvon Hunden vorhanden ist, gleichviel, ob los oder an der Schnur,sondern höchstens «in Hund oder zwei, die nun behert sehn mögen oder