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men sei, so müsse der Ort verflucht sehn. DaS Geheimniß deswahren Namens und die Geschichte des Klausners waren nun un-ter dem Volke in Umlauf gekommen, und die Leute brachten daherdie letzten Ereignisse mit früheren Vergehungen auf eine Weise inVerbindung, baß bald eine Theorie gebildet wurde, um ihren eige-nen Hang für das Wunderbare zu befriedigen, obschon sie, wie inden meisten Fällen sogenannten übernatürlichen Wirkens, vor einerstreng logischen Forschung schwerlich Stich gehalten hätte.
In der Nacht, welche der Rückkehr,der Pilger folgte, fandunter dem Magistrat eine ernste Berathung in Betreff aller dieseraußerordentlichen Sagen und Geschichten Statt. Die Unruhe hattesich zu einer sehr unbequemen Höhe gesteigert, und eS handelte sichnun ernstlich »m die Frage über die besten Mittel, sie zu beschwich-tigen. Keiner der anwesenden Rathsherrn fühlte sich frei von derallgemeinen Unbehaglichkeit, obschon sie, wie es gewöhnlich beiMännern von Rang und Würden der Fall ist, eine Zuversichtlich-keit zur Schau trugen, die ihrem Innern fremd war. Solcherge-stalt wurde also die Angelegenheit verhandelt und entschieden. Wirmüssen statt aller Erklärung aus die folgenden Ereignisse verweisen.
Die Sonne hatte eben ihre warmen Strahlen in das Thal zuergießen begonnen, als sich die Dürkheimer Bevölkerung mit we-nigen Ausnahmen vor dem Thore sammelte, welches der Graf vonHartenburg so unhöflich erbrochen hatte. Hier wurden die Leutevon dazu bestellten Bürgern in die bei kirchlichen Processionen üb-liche Ordnung gebracht. Voran gingen die Pilger, denen manwegen ihrer kürzlich«« Wallfahrt besondere Bedeutung beilegte;dann kam die städtische Geistlichkeit mit den gewöhnlichen Sinnbil-dern katholischer Gottesverehrung — hinter ihnen die Bürgerschaft,und zuletzt der Schwanz von Weibern und Kindern ohne sonder-liche Aufmerksamkeit auf Ordnung. Nachdem Alles gebührend be-sorgt war, begann der Zug unter dem Gesänge der Chorknabenund schlug die Richtung nach Limburg ein.