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seiner Tochter einem Mann ohne Vermögen gebe. Manche sam-meln Schätze um der Vortheile willen, die sich an den Reichthumknüpfen, Andere scharren zusammen unter dem Sporne einer ge-dankenlosen und fast unerklärlichen Leidenschaft, während wiederAndere ihre Mittel aufhäufen, wie Knaben ihre Schneemänner —einfach, weil cs ihnen Freude macht, zu sehen, welch' eine großeMasse sie durch ihre Thätigkeit zusammenbringen können. Heinrichgehörte unter die letztere Klaffe, fand übrigens doch auch ein Be-hagen an den allgemeinen Resultaten des Reichthums und war,gleich Allen, welche das Geld als Zweck, nicht aber als Mittelbetrachten, gewöhnt, die letzte Maßregel seiner Politik, welche denVorrath durch eine gute Verheirathung seiner Tochter verdoppelnsollte, als den erfreulichsten und größten Handstreich eines glücklichenund gedeihlichen Lebens zu betrachten. Und doch hatte HeinrichFrei seine Augenblicke, in denen sich das natürliche Gefühl starkaussprach, und die Art, wie Meta um Berchtholds Tod trauerte,ergriff ihn in einem Grade, daß er fast geneigt gewesen wäre,zu sagen, er beklage das Geschick seines jungen Lieutenants eben sosehr um ihrer, als um seiner selbst willen. Es ist übrigens mehrals wahrscheinlich, daß der Bürgermeister alsbald zu seiner früher»Denkweise zurückgekehrt sehn würde, wenn Berchthold plötzlich hättewieder in's Leben gerufen werden können; denn war in einem solchenFalle nicht die Wiedererweckung des jungen Försters an sich schonzureichend, den Schmerz einer ganzen Familie zu lindern?
Heinrich und der Graf gehörten unter die Ersten, welche ihrebittende Stellung vor dem Heiligthum aufgaben. Sie hatten dieihnen auferlegte Anzahl von Gebeten gesprochen, stäubten ihre Knieeab und gingen dann gleich Männern, die mit sich selbst wohl zu-frieden sind, nach dem Kirchenschiffe zurück. Aber obgleich derBürgermeister so bereitwillig war, seinen eigenen Knochen Erleich-terung zu gönnen, hielt er doch ei» wachsames Auge auf Dietrich,von dem er, als von einem gedungenen Bußgänger, verlangte, daß