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ihrer Altäre und die Art, wie die Mönche ihre Stühle im Choreinzunehmen pflegten, sind schon zu oft auf diesen Blättern erwähntworden, um hier einer Wiederholung zu bedürfen. Längst an der-gleichen Uebungen gewöhnt, hatten sich die Conventualen früh anihren Plätzen eingesunden, während dagegen diejenigen, für welchedie Messe gelesen werden sollte, nicht ganz so pünktlich waren/Ulrika, Lottchen und die übrigen Frauenspersonen traten miteinander in die Kirche; die Männer aber kamen zuletzt, wie eS ge-wöhnlich in Dingen der Fall ist, welche dle zarteren Gefühleberühren. Als endlich Emich und der Bürgermeister mit ihrenBegleitern erschienen, sprach sich in ihrer trägen Haltung unver-kennbar aus, daß sie versucht hatten, die Wirkungen des letztenGelags wegzuschlafen und sich von ihrer Ermüdung zu erholen.Während der Messe zeigten die Begleiterinnen Lottchens und Ulrikaseine musterhafte Andacht und große Aufmerksamkeit aus den Got-tesdienst, während das Gähnen des Grafen und seiner Genossen-schaft, ihre unsteten Blicke und schließlich der tiefe Schlummereiniger der Männer hinreichend bekundete, daß der ätherische Theilihres Wesens ganz und gar außer Stande war, über den mate-riellen Herr zu werden. Es folgte nun eine Procession aus demChor nach dem Heiligthume und man betete wie am vorigen Tage,die Augen auf das überirdische Antlitz der heiligen Jungfrau ge-heftet. Da es Jedem überlassen blieb, die Art, wie er seine beson-dern Obliegenheiten verrichten sollte, für sich selbst zu beurtheilen,so zeigte sich ein sehr merklicher Unterschied in der Zeit, welche vonden verschiedenen Pilgern auf die Erfüllung der gemeinsamen Ge-lübde verwendet wurde. Die Frauen schienen sich mit dem Steinezu verkörpern, und es vergingen ganze Minute», während welcherihre regungslosen Gestalten fast eben so unbelebt erschienen sehenwürden als das Bild, das sie anschauten, wenn nicht je zu-weilen ein Sichhebcn der Brust oder ein gelegentliches Zitterndas Schaffen des Geistes im Innern angezeigt hätte. Meta