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einer so unbedeutenden Rede wie diese, Herr BonifaciuS? Beimgerechten Gott, dieß läßt für meine eigene Zukunst nicht viel Gutes.hoffen. Berchthold warf in seinem Eifer für die Jutereffen seinesHerrn einige Winke hin, die er sich unter andern Umständen nichterlaubt haben würde; und außerdem, Vater — je größer derSünder ist, desto mehr bedarf er der Messen und der Gebete."
„Ich will hierin nicht widersprechen — meine Einwendung gehtnicht weiter, als daß ich der Ansicht bin, diejenigen, welche sichim Leben von Luther rathen lassen, sollten sich auch darauf gefaßthalten, in seiner Vermittelung ihr ewiges Heil zu suchen."
„Freunde und Pilger," sprach jetzt der Abt von Einsiedeln,der wieder an den Tisch trat, von welchem er sich ein wenig ent-fernt hatte, um sich rückhaltloser mit dem Abbe und dem Rittervon Rhodus besprechen zu können — „die Stunde naht heran, inwelcher zu Nutz und Frommen dieser Wallfahrt eine Frühmesse ge-lesen werden soll. Die Glocke hat schon das erste Zeichen gegeben,und cs ist paffend, daß wir uns zurückziehen, um uns für denGottesdienst vorzubereiten."
BonifaciuS, der bereits ein Ungewitter heranziehen sah, be-nützte mit Freuden diese Unterbrechung und entfernte sich sogleich,während die klebrigen nach der Ordnung ihres Standes nachfolgten.Emich und sein Vetter traten mit der Gemächlichkeit von Männernab, die eher daran gewöhnt sind. Andere warten zu lassen, alsihre Bewegungen auf Kosten der Bequemlichkeit zu beschleunigen.
Wir ermahnen den Leser dieser Scene, seine Bemerkungenzurückzuhalten, bis er den Gegenstand einer reiflichen Erwägunggewürdigt hat. Indem wir schilderten, was in dem Privat-Refek-torium deS Klosters unsrer lieben Frau von Einsiedeln vorging,Wollten wir keinem besonderen Glaubensbekenntnisse, keiner Sekteund keinem christlichen Orden einen Vorwurf machen, sondern bloSdie Sitten und Ansichten des Zeitalters zeichnen, in welchem unsereErzählung spielt. Mögen die Splittcrrichter zuerst ruhig um sich