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über die ich nicht murren will, hat der Himmel schon früh seinenVater und mich mit seinem Zorne heimgesucht. Wir waren reichund wurden arm; wir waren geschätzt unter den Menschen undmußten erfahren, wie weit besser es ist, auf Gott zu bauen. Wirunterwarfen uns in Geduld, und wenn wir diejenigen sahen, dievordem mit Achtung an uns hinaufgeblickt hatten und uns jetztGeringschätzung erwiesen, küßten wir das Kind, waren dankbarund murrten nicht. Aber auch diese Heimsuchung war noch nichtgenug — der Vater wurde seinen Leiden und seinem Jammerdurch den Tod entrissen, während mein Sohn die Livree einesAdeligen anlegte. Ich will nicht sagen — kann nicht sagen, daßich aus eigener Kraft alle dem gewachsen gewesen wäre. EinEngel, in der Gestalt dieser treuen und vortrefflichen Frau, wurdemir zur Stütze gesendet. Wir hatten noch Stunden der Hoffnungund des Glücks, bis dieses Unrecht an Limburg geschah — aberdies vereitelte Alles. Mein Sohn ist gefallen unter dem gerech-ten Zorn Gottes, und ich bin noch vorhanden, um für ihn denHimmel anzuflehen. Wollt Ihr den Beistand der Kirche einer kinder-losen Mutter verweigern, die, wenn ihr diese Gunst willfahrt wird,bereit seyn wird, ihren Herrn zu segnen, und zu sterben?"
„Du machst mich unruhig, Tochter, und ich muß Dich bitten,zu bedenken, daß mir ein hohes, ein heiliges Amt anvertraut ist."
„Vater!" erscholl ein zweiter und noch ergreifenderer Nus.
„Auch Du, Kind? Was begehrst Du von einem Manne, dernur zu bereitwillig wäre, euch den Willen zu thun, wenn es seinePflicht nicht verböte?"
Meta war niedergckniet, und da bei dieser Bewegung die Ka-puze ihres Pilgermantcls zurückflel, enthüllte sich dem Abte ihrblutleeres Antlitz. Das Mädchen schien in herbem Kampfe mit sichselbst zu ringen und konnte erst fortfahren, als sie in dem Augeihrer Mutter Ermuthigung las.
„Ich weiß, heiliger und hochwürdiger Abt," begann sie äugen-