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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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als Du bist," bemerkte der Schatzmeister mit einem Nachdrucke,der nicht leicht mißverstanden werden konnte.

Dein Eifer ^ist schneller, als die Gliedmaßen eines müdenMannes, Bruder. Hier ist ein Diamant, der seit einem Jahr-hundert ein Erbstück meiner Familie war und aus den Händen einesKaisers kömmt."

Er ist bei unserer lieben Frau von Einstedeln wohl am Ort,obschon sie sich von Namen, die weit weniger bekannt sind, alsder Dcinige, viel reicherer Opfcrgabcn berühmen kann."

Emich zögerte jetzt, aber nur einen Augenblick, worauf er einanderes Geschenk niederlegte.

Dieses Gesäß paßt für eure kirchlichen Verrichtungen," sagteer, «da es für den Dienst des Altars gearbeitet wurde."

Lege den Kelch bei Seite," unterbrach ihn BonifaciuS mitfinsterer Strenge;er kömmt von Limburg."

Emich errüthete, ^übrigens mehr aus Zorn als vor Schaam,denn in jenem Zeitalter war Plünderung eines der schnellsten undgewöhnlichsten Mittel, sich Schätze zu erwerben. Er warf demunbarmherzigen Abt einen trotzigen Blick zu, ohne ihn einer Erwie-derung zu würdigen.

Weiter habe ich nichts," sagte er.Die Kriege, derAufwand meines Hauses und das Gold, das ich den vertriebenenMönchen zahlte, haben mich arm gemacht."

Der Schatzmeister wandte sich nun mit beredtem GesichtSauS-drucke an Heinrich.

Ihr werdet darauf Bedacht nehmen, Herr Schatzmeister, daßsich'S jetzt nicht mehr um einen mächtigen Edlen handelt," begannder Bürgermeister,und daß das Wenige, welches ich zu gebenhabe, von einer armen, schwer belasteten Stadt kömmt. Zuerstopfern wir unsere Wünsche und unsere Gebete auf zweitensbringen wir in aller Demuth und in der Hoffnung, die Gabe möchteangenehm seyn, diese Löffel, welche bei manchen von euren Feier-